Ich habe ja schon im “was ist Chillen?” Artikel angesagt, dass ich noch was schreiben werde was die Schule angeht. Ich finde dieses Thema sehr interessant, wenn ich drann denke, dass doch so viele die Schule als normale Einrichtung versteht die uns bilden will. Abgesehen von der “Scheiss Schule – die nervt” -Meinung, die fast jeder Schüler an den Tag legt will ich das Thema Schule ein wenig näher betrachten. Eine Schule ist im Grunde unpolitisch betrachtet eine Institution die “Wissen & Können” vermitteln sollen. Doch inwieweit ist dieser Grundsatz in Deutschland vertreten? Ist “die deutsche Schule” wirklich nur ein Wissens- & Könnenvermittler? Inwieweit vermittelt sie überhaupt Wissen und Können? und wie siehts mit der Chancengleichheit aus? Diesen fragen stell ich mich nun:
Chancengleichheit an deutschen Schulen?
“Ob reich oder arm, ob schwarz ob weiß, ob christlich oder Atheist, ob behindert oder “normal”, ob homo- oder heterosexuell, alle sind gleich”. So ungefähr sollte es sein. Doch wie sieht es damit aus? Ist Chancengleichheit wirklich vorhanden? Um es nicht spannend zu machen :
Nein. Beispiele:
Spiegel TV:
Erfolgreicheren Ländern gelingt es – eines der zentralen Pisa-Ergebnisse – wesentlich besser, Zuwanderern den Weg zu höherer Bildung zu ebnen. Im deutschen System klaffen die Leistungen starker und schwacher Schüler extrem auseinander, Chancengleichheit gibt es nur in Spurenelementen: In kaum einem Land haben Ausländerkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien schlechtere Bildungsaussichten als in Deutschland. Und Migrantenkinder trifft es oft doppelt. Denn weil viele auch aus bildungsfernen Arbeiterfamilien stammen, haben sie Nachteile wegen ihrer Schichtzugehörigkeit und Sprachprobleme.
PISA-Studie: (…)PISA-Koordinator Andreas Schleicher verwies jedoch erneut auf die hohe Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland.
IGLU-Studie: Die jüngste Lese-Untersuchung an Grundschulen belegt, dass trotz Verbesserungen ein zehnjähriges Kind aus der Oberschicht eine mehrfach höhere Erfolgschance bei seinem weiteren Bildungsweg hat als ein Kind aus der Unterschicht
Das diese Ausschnitte nicht gerade von kommunistischen kritikern kommt, braucht man wohl kaum nach dem Wahrheitsgehalt fragen.
Die deutsche Schule mit indirektem Drill
Es ist doch ganz klar, dass jeder der zur Schule geht das nicht immer freiwillig tut. Und wenn man auch mal öfters die Hausaufgaben nicht erledigt hat, sei aus Faulheit oder durch Schusseligkeit, wird man bestraft. Diese Bestrafung kann unterschiedlich ausfallen. Man kann Striche kriegen, wo man dann nach dem 3. Strich einen ganz tragischen Brief nach Hause kriegt oder aber auch eine mündl. 6 oder gar beides. Doch eins bleibt oftmals in jedem Fall : Der Lehrer sicht dich nicht als einer, der gerne “lernt”. Das heißt, du gehst gar nicht gern zur Schule. Das ist jedoch nicht so tragisch, wie wenn man allg. einfach eine “große Fresse gegenüber der Autoritätsperson” hat. Der Lehrer darf so gut wie alles zu einem sagen, man zieht als Schüler eigentlich immer den Kürzeren. Wenn man dann dagegen was tut, ist man einer der unbequemen Schüler. Diese unbequemen Schüler haben dann natürlich auch oftmals die schlechteren Noten. Nicht nur, dass die Lehrer dann gerne die mündl. Noten runtersetzen, nein. Die Kopfnoten dürfen frei gewählt werden und die Schüler in “gute” und “schlechte” bzw. “bequeme und unbequeme” Schüler einteilen. Das heißt im Grunde: “Halt deine Fresse und nimm alles hin, oder ich verpass dir eine schlechte Note!”
Die deutsche Schule im Kapitalismus (Wissen ist relativ)
Jeder Staat versucht die Gesellschaft staatskonform zu machen. Dies schafft er durch mediale Einflüsse und im Grunde an erster Stelle durch die Schule. Wer ein wenig auf die Worte der Geschichts-,Wirtschschafts- und Politiklehrer hört, weiß wie offen diese Propaganda aussieht. Im Geschichtsunterricht wird schon bei den französischen Aufständen gesagt, wie unnötig dieser im heuten deutschen Staat sei, die russische Oktoberrevolution war brutal & die DDR war im Gegensatz zur BRD ein Unrechtsstaat, und sie ist die einzige Alternative zur BRD. Aber nicht nur in diesen Themen wird Geschichtsrevisionismus betrieben. Nein, Geschichtsrevisionismus wird sogar beim Nationalsozialismus betrieben. Wer dort mal genau hinhört, merkt, wie sehr der Unterricht vermitteln soll, dass die Bevölkerung nur indirekt an den faschistischen Verbrechen schuld war. Lügen wie “man konnte ja nichts machen” oder die Schreckensgeschichten von bösen Allierten von den Bombenangriffen auf Dresden, bis zu russischen Bösewichten in Berlin. Man versucht, die Sowjet-Union mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen und relativiert damit den deutschen Faschismus. Im Wirtschaftsunterricht wird uns beigebracht, inwieweit unsere “soziale Marktwirtschaft” die richtige sei und wie wichtig Arbeit ist. Man übt Bewerbungsschreiben, wo man sich später mit für die freie Ausbeutung zur Verfügung stellen darf/soll. Na vielen Dank! Im Politikunterricht wird uns letztendlich vermittelt, dass unser Staat keine Konkurrenz hat, wie wichtig Menschenrechte sind, und dass wir sie einhalten sollen. Es soll vermittelt werden: “Haltet die Werte & Normen unserer Gesellschaft ein, verstößt nicht gegen die Gesetze des Staates und geht wählen. Aber nicht verfassungsfeindlich!” Es wird über Extremismus aufgeklärt, wo einem vermittelt wird dass Nazis das gleiche wie Linksradikale sind. Der Grund? Na ganz einfach, sie sind halt beide gegen den Staat. Das am Nationalsozialismus verschiedenste kapitalistische Institutionen verdienten, sei es durch die “billige Arbeitskraft” von jüdischen Zwangsarbeiter oder den Krieg, wird nicht angesprochen. Warum auch? Würde ja nur zeigen, dass es dann doch irgendwie Parallelen gibt. Aber abgesehen von der pol. “Erziehung” der Jugendlichen wird einem natürlich auch andere Sachen beigebracht. Wenn dir jedoch Lehrer davon erzählen “du machst das für dich”, lügen sie. Ob bewusst oder unbewusst. Das Gelernte nutzt dem Staat insoweit, dass er eine gewisse Intelligenz für bestimmte Führungspositionen braucht um die Wirtschaft aufrecht erhalten zu können.In der bürgerlichen Legitimation nennt man das dann “die Schule als ein gesellschaftsstabilisierendes System”. Sieht das nach normaler Wissensvermittlung aus?
Die deutsche Schule als Teil des kapitalistischen Schweinesystem sehen, kritisieren und ablehnen! Für den Kommunismus!